E-Auto-Reisen nach Spanien werden beliebter. Das liegt nicht nur an dem Nachhaltigkeitstrend, sondern auch an der zunehmenden Anzahl von Stromtankstellen. Auf langen Strecken errechnet sich gegenüber einer Reise mit dem Verbrenner ein Kostenvorteil.
Die Reise nach Spanien mit dem E-Auto bringt Herausforderungen mit sich – aber auch Chancen. In Südeuropa ist die Ladeinfrastruktur noch im Ausbau. Für eine stressfreie Reise mit dem E-Auto ist die Planung entscheidend.
Vorbereitung der Reise
Reichweitenanalyse: Bevor die Reise losgeht, ist die realistische Reichweite bei voller Beladung und unter Betrieb der Klimaanlage zu ermitteln. Einfluss auf den Verbrauch haben Geschwindigkeit und das Höhenprofil der Strecke.
Ladeplanung: Mithilfe von Apps lassen sich die Ladestationen einplanen. Für die Routenoptimierung empfiehlt sich die Nutzung von Tools und Apps, die Ladezeiten, Reichweite, Höhenprofil und bevorzugte Schnellladepunkte berücksichtigen, um die effizienteste Strecke zu berechnen.
Ladekarten und Abonnements
Um die Nutzung von Ladekarten kommen Reisende auf dem Weg nach Spanien mit dem E-Auto nicht herum. Karten werden beispielsweise von Anbieter wie Ionity, EnBW, Electromaps oder Iberdrola angeboten.
Tipp: Roaming-Optionen prüfen (z. B. Shell Recharge, Plugsurfing)
Fahrzeugcheck:
| Akku-Health prüfen (z. B. über Bordcomputer) |
| Software-Updates für Ladeoptimierung |
| Reifendruck für Effizienz |
Dokumente: Mit auf die Reise müssen Führerschein, Zulassungspapiere und natürlich sollte eine KFZ-Haftpflichtversicherung abgeschlossen sein. Die Grüne Versicherungskarte für das Ausland dient als Nachweis, dass das Fahrzeug auch außerhalb Deutschlands versichert ist und wird in vielen europäischen Ländern empfohlen oder sogar verlangt.
Route und Ladeinfrastruktur
Auf den Hauptstrecken in Frankreich finden E-Auto-Reisende eine dichte Schnelllade-Infrastruktur an Autobahnen vor. In Spanien selbst befinden sich vor allem an den Hauptachsen und Ballungsräumen Ladestationen.
Tipp: Vergleich von Schnellladepunkte vs. Destination Charging:
- HPC-Lader (High Power Charging) für schnelle Stopps
- Hotels mit Ladeoptionen vorab buchen
Mobile Ladeoptionen für unterwegs
Für maximale Flexibilität auf der Reise lohnt sich die Anschaffung einer mobilen Ladeeinheit.
MobileWallbox.de bietet praktische Lösungen, mit denen das E-Auto auch an normalen Steckdosen oder CEE-Anschlüssen sicher laden kannst. Eine ideale Lösung für Ferienhäuser, Campingplätze oder abgelegenen Regionen ohne Schnelllader.
Ein Modell ist die Mobile Wallbox 11kW. Sie bringt eine hohe Ladeleistung und ist dennoch kompakt und transportabel ist.
Vorteile:
- Kompatibel mit verschiedenen Steckertypen
- Einstellbare Ladeleistung für unterschiedliche Stromquellen
- Praktisch als Backup, falls öffentliche Ladepunkte belegt oder defekt sind
Tipp: Vor der Reise prüfen, ob die Unterkunft Stromanschlüsse für mobile Ladegeräte bereitstellt.
Mautstraßen und Kosten
In Frankreich werden hohe Mautgebühren fällig. Doch Frankreich bietet gute Ladepunkte. Weniger Maut fällt in Spanien an, Ladepunkte sind aber seltener.
| Hintergrund: Spanien plant bis 2030 über 100.000 neue Ladepunkte. |
Zeitpuffer: Ladezeiten und Wartezeit müssen für die Reise mit einkalkuliert werden. Wer alternative Ladepunkte in der Nähe kennt, hat einen Vorteil.
Rechtliche und Praktische Aspekte
Wer im Ausland Auto fährt, muss mit den Verkehrsregeln dort vertraut sein. In Frankreich gelten beispielsweise Tempolimits: auf Autobahnen 130 km/h (bei Regen 110 km/h), auf Landstraßen 80 km/h und innerorts 50 km/h. In Spanien dagegen liegt das Autobahnlimit bei 120 km/h, Landstraßen meist 90 km/h und innerorts ebenfalls 50 km/h.
Achtung: Besonderheiten für E-Autos (z. B. Umweltplaketten)
Umweltzonen:
- „Zonas de bajas emisiones“ in spanischen Städten
- Registrierungspflicht für ausländische Fahrzeuge prüfen
Versicherungsschutz: Der Versicherungsschutz sollte einen Auslandsschutz und Pannenhilfe für E-Autos abdecken.
Notfall-Optionen: Sicherheitshalber kann ein mobiles Ladegerät mitgenommen werden. Telefonnummer von Ladeanbietern und Abschleppdienste sollten schnell zur Hand sein.
| Tipp: In Frankreich sind viele Schnelllader an Autobahnraststätten verfügbar. |
Kosten und Budgetplanung
| Stromkosten vs. Benzin | Durchschnittspreise: Frankreich ca. 0,40 €/kWh Spanien ca. 0,35 €/kWh |
| Ladekosten | Ionity: ca. 0,79 €/kWh ohne Vertrag Spartipps: Laden bei Hotels, Supermärkten, kostenlosen Stationen |
| Apps für Preisvergleich | Electromaps, Chargemap mit Echtzeit-Preisen |
Komfort und Sicherheit unterwegs
Klimatisierung
Um die Reichweite zu optimieren ist der Eco-Modus sinnvoll. Das Auto kann vorklimatisiert werden, während der Ladezeit.
Gepäck und Gewicht
Jedes zusätzliche Kilo zählt und hat Einfluss auf die Reichweite.
Pausenplanung
Die Pause beim Laden könnte als Zeit zum Essen oder für Sightseeing genutzt werden.
Sicherheit
Adapter und Kabel gehören besonders abgesichert. Ein Diebstahlschutz für mobile Ladegeräte macht Sinn.
Ankunft in Alicante
Öffentliche Stationen befinden sich in Iberdrola und Endesa. Ladepunkte in der Stadt gibt es zudem in Parkhäusern. Hier muss der E-Auto-Fahrer darauf achten, dass die Zugangsbedingungen variieren: Manche Parkhäuser verlangen eine vorherige Registrierung oder spezielle Apps, andere berechnen zusätzliche Parkgebühren. Außerdem ist die Ladeleistung oft auf 11 kW begrenzt, was längere Ladezeiten bedeutet.
| Fun Fact: Alicante hat über 300 Sonnentage im Jahr – ideal für Solarenergie! |
Parken in Umweltzonen ist vorzugsweise für E-Autos und teils kostenlos.
Tagesausflüge: Sollte Valencia und Murcia auf der Route liegen muss die Reichweite neu analysiert werden.
Was bleibt hängen?
Eine gute Planung ist die beste Voraussetzung, stressfrei und nachhaltig mit dem E-Auto zu reisen. Die Ladeinfrastruktur wächst und in Zukunft wird das Laden einfacher werden. Communities bieten die besten Praxiserfahrungen, auf die der ein oder andere E-Auto-Reisende nach Spanien zählen kann.
FAQ-Ideen
Wie lange dauert die Fahrt mit dem E-Auto nach Alicante?
Von München nach Alicante sind es beispielsweise 2.000 km. Eine reine Fahrzeit von ca. 20 – 24 Stunden muss einkalkuliert werden. Hinzu kommen Ladepausen von ca. 4-6 Stunden – abhängig von der Auslastung und Ladeleistung. Mit Schnellladern (HPC) und guter Planung lässt sich die Reise in 2–3 Tagen entspannt bewältigen
Welche Ladekarten sind in Spanien am wichtigsten?
- Iberdrola – großes Netz in Spanien
- Endesa X – weit verbreitet in Städten und Autobahnen
- Electromaps – für Übersicht und Zugang zu vielen Stationen
- Ionity – für Schnellladen auf Hauptstrecken
- Roaming-Karten wie Plugsurfing oder Shell Recharge für Flexibilität
Gibt es kostenlose Ladepunkte in Alicante?
Einige Supermärkte, wie beispielsweise Lidl oder Carrefour, bieten kostenlose Ladepunkte an. Gratis-Ladungen gibt es teils bei Hotels und in Ferienanlagen für Gäste. Kostenpflichtig sind überwiegend die öffentlichen Ladepunkte – die Tarife sind aber moderat.
- Vorab über Apps wie Electromaps prüfen, ob Ladepunkte kostenlos sind
Was tun, wenn alle Schnelllader belegt sind?
- Alternative Ladepunkte in der Nähe über Apps wie Chargemap oder Electromaps suchen
- Destination Charging nutzen (Hotels, Restaurants)
- Mobile Ladeoptionen wie eine Mobile Wallbox 11kW als Backup einplanen
- Geduld einplanen: Wartezeiten sind in Ferienzeiten häufiger
(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)